1. Offenes Treffen der Sektion Bildung Dresden, 1. November 20 Uhr

Liebe interessierte Menschen aus allen Bildungsbereichen,

die Probleme und Unzufriedenheiten mit dem gegenwärtigen Zustand der Bildungsarbeit sind vielfältig und äußern sich im Alltag der an Kitas, Vorschulen, Schulen, Hochschulen, freien Bildungsträgern und sozialen Einrichtungen in verschiedenen Formen lohnabhängig, (schein-)selbständig, ehrenamtlich Beschäftigten und Lernenden in vielfältiger Weise:

Die zunehmend marktförmige Organisation von Bildung hat entsprechenden Folgen für Bildungsprozesse, Lehr-, Lern- und Arbeitsbedingungen. Die permanente Unterfinanzierung und Prekarisierung der Einrichtungen und Arbeitsverhältnisse, eine Überdidaktisierung und Verschulung der Lehrformen, die politische Simulation von Qualität mittels lebensfremder Kennziffern, im Rhythmus von Legislaturperioden verordnete Reformen der Reformen ohne nachhaltige Wirkungen, Konzepte und Entwicklungsmöglichkeiten bei gleichzeitiger Reformblockade bei den Problemursachen (Lehrer*innenmangel, Unterfinanzierung etc.) sind dabei nur die Spitze des Eisbergs.

Die individuellen Handlungsmöglichkeiten, aber auch die Perspektiven für kollektive Organisation und Arbeitskämpfe in den etablierte Gewerkschaften sind in diesen Konstellationen begrenzt. Deshalb wollen wir, einige im Bildungsbereich tätige, in der FAU und verschiedenen Basisorganisationen aktive Menschen, einen Raum für den regelmäßigen Austausch, Vernetzung und wechselseitige Unterstützung öffnen und Euch dazu einladen:

Am Mittwoch, den 1. November um 20 Uhr, treffen wir uns in der Kosmotique (Martin-Luther-Str. 13) zum ersten „Offenen Bildungstreff“, um Gleichgesinnte kennenzulernen, unsere Ideen und Erfahrungen auszutauschen, einen kritischen Blick auf die vielfältigen, aber oft ähnlichen Probleme in den verschiedenen Bildungsbereichen zu werfen, aber auch um zu fragen, wie mensch sich Bildung und Lernen auch anders vorstellen könnte und wie dies konkret zu organisieren und zu gestalten wäre.

Die mittel- und langfristiges Ziele wären:

  • Vernetzung von kritischen Menschen im Bildungsbereich (Beschäftigte und Lernende)
  • Anlaufstelle sein für Menschen, die etwas verändern und sich
    organisieren wollen, aber noch nicht genau wissen, wie
  • Austausch von Problemerfahrungen, aber auch von alternativen
    Handlungsansätzen
  • Wissen zur Betriebsorganisation weitergeben und erweitern
  • wechselseitige Unterstützung und Solidarisierung ermöglichen
  • Ansatzpunkte und Visionen für kollektive Organisation von Bildung entwickeln
  • konkrete Kämpfe führen

Was konkret passiert und wie sich unser offenes Treffen
weiterentwickelt, hängt von den Menschen ab, die sich daran beteiligen. Seid herzlich dazu eingeladen und kommt vorbei!

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