Kategorie-Archiv: Gewerkschafts-Antifa

28. Januar Demo in Löbtau für solidarische Nachbarschaft!

*Wir freuen uns sehr folgende Demonstration mit einem Lautsprecherwagen unterstützen zu können:*

Los gehts! Gemeinsam für eine rebellische und solidarische Nachbarschaft…

Liebe Nachbarinnen und Nachbarn, Löbtau ist ein schöner Stadtteil, viele kennen sich hier und helfen sich gegenseitig. Wir haben Grünflächen, Spielplätze, und auch einies an selbstorganisierter und spannender Kultur.

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Gedenken an Opfer des Faschismus im Elbsandsteingebirge und Dresden-Löbtau am 27. Januar

Am 27. Januar wird anlässlich der Befreiung der Befreiung der Konzentrations- und Vernichtungslager in Auschwitz weltweit an die Opfer des Faschismus gedacht. Auch wir wollen in diesem Jahr mit zwei kleinen Aktionen unseren Beitrag leisten.

Wir treffen uns daher um 12:05 Uhr am rechten Eingang des Bhf Neustadt (Schlesischer Platz) um zusammen zu den Überresten des ehemaligen KZ-Außenlagers (Stammlager Flossenburg) in Porschdorf bei Bad Schandau zu fahren. Freunde aus der Region können 13:20 Uhr direkt zum Bahnhof Porschdorf gehen. Dort werden wir eine 2-3 stündige Begehung der ehemaligen Anlage mit Inputs veranstalten und einen Kranz installieren.

Erfreulicherweise plant auch der AKuBiZ e.V. Gedenkaktionen an anderen ehemaligen Lagern im Elbsandsteingebirge.

Abends werden wir uns 20:30 Uhr an der Löbtau-Passage treffen und Einwohner_innen des Stadtteils ebenso wie KZ-Insassen, die im Viertel Zwangsarbeit leisten mussten, gedenken. Hier freuen wir uns, wenn ihr selbst Blumen, Kerzen aber auch Vorschläge für die Stationen des Stadtrundgangs mitbringt.

Prozess zum Pegida-Geburtstag / Solidarität mit Alex E. / Kundgebung Montag 16Uhr Amtsgericht

Am Montag, dem 17.10. steht unser Genosse und Mitstreiter Alex E. vor Gericht. Er soll die bereits beschädigte Sirene eines Polizeifahrzeugs abgerissen und sie über den Wagen geworfen haben -> Sachbeschädigung. Aus der Tatsache, dass sich hinter dem Fahrzeug ein Korridor für abziehende Pegidist_innen befand, wird geschlussfolgert, dass der Wurf diese verletzen sollte -> versuchte gefährliche Körperverletzung. Was wir davon halten, erfahrt ihr in der Pressemitteilung unserer AG Antifaschistische Aktionen
oder auch auf unserer Kundgebung 16 Uhr am Amtsgericht, Roßbachstraße 6. Prozess zum Pegida-Geburtstag / Solidarität mit Alex E. / Kundgebung Montag 16Uhr Amtsgericht weiterlesen

Redebeitrag: Für welches Team bei der EM?!

Mensch könnte meinen die sportlichen Vorlieben sind Privatsache, ob ich eher Klettern oder Kanufahren, Eishockey oder Handball mag, ob ich Sport nur selber mache, ihn mir nur anschaue oder ob mir Sport völlig egal ist.

Doch spätestens zur WM oder EM ist es mit dieser Privatsache dahin, die Stadt wird in einem Maß beflaggt,  wie es die Älteren hier im Osten nur vom 1. Mai unter dem DDR-Regime kennen.

Keine Bahnfahrt, kein Radio von RTL bis hin zu MDR-Aktuell,  keine Kneipe, kein Supermarkt ermöglicht es, sich nicht mit der EM zu beschäftigen.

Und selbst in der Politik kann es sich keine hoher Würdenträger_in nehmen lassen, nicht “die Mannschaft” zu bejubeln. Kurz und gut, Fußball ist an diesem Punkt längst keine Privatsache mehr, EM ist Politik und EM ist v. a. Profit.

Die EM ist ein Medienereignis, aufgebauscht bis ins Letzte. Schon die Kinder werden mit Werbung, Sammelkarten, Stickern an der Supermarktkasse etc. pp. zu ordentlichen EM-Konsument_innen gemacht. Später dann sind wir angehalten, unser sauer verdientes Geld in billig produzierten Plunder in den Farben schwarz-rot-gold zu investieren – in den Farben des Staates, der uns beim Jobcenter gängelt, der uns die Renten kürzt, der Leiharbeit immer noch nicht verbietet, der der drittgrößte Rüstungsexporteur ist, der Krieg in aller Welt schafft, der dutzende Staaten mit Freihandelsabkommen und Knebelverträgen wirtschaftlich unterjocht, der dann keine Lust auf Flüchtlinge hat, die er selbst produziert hat, der diese Flüchtlinge im Mittelmeer ersaufen lässt, in Heimen zusammenquetscht und entwürdigt, der diese Flüchtlinge in den sicheren Tod abschiebt und dessen Verfassungsschutz mordende Nazis nicht mal bemerken will, wenn er ihnen am Tatort die Tatwaffe in die Hand drückt.

Wir stecken also unseren 8,50 Mindestlohn, oder unsere 300-Zerquetschte ALGII in Tröten, Fähnchen, Trommeln, ins Bier beim Public-Viewing usw. usf. und werden belohnt mit ein wenig Ablenkung, ein wenig Abschalten, ein wenig Euphorie, ein wenig einig fühlen mit den Mitmenschen, so lange ihre Tröten, Schals und Shirts die selben Farben haben. Und im Gegenzug werden meist noch ein paar unliebsame Gesetze durchgebracht, die Römer hätten es im Collosseum nicht besser gemacht!

Und nun häufen sich die Stimmen der bürgerlichen Presse: es wird sich die französische Bevölkerung doch wohl nicht erdreisten, die schöne EM durch ihren Streik zu stören?

Es wird völlig vergessen, das dort gerade hunderttausende Menschen um ihre Lebensbedingungen kämpfen. Seit der Agenda 2010 sind in Deutschland psychische Erkrankungen, Medikamentenkonsum und vieles mehr sprunghaft angestiegen. Beachten wir nun Studien, die zu dem Ergebnis kommen, dass wer schlechter Essen muss, unter Stress, Depressionen und Belastung leidet, eine deutlich geringere Lebenserwartung hat, können wir sagen, Arbeitsgesetze wie Agenda 2010 oder loi travail bringen uns um. Wir sterben früher als wir müssten, für den Profit der Unternehmen, den Standort, die Kapitalismusfreundlichkeit der Politik!

Wenn ich mich also der EM nicht entziehen kann – weil sie keine Privatsache mehr ist, sondern allumfassende Aufforderung
alle aktuellen Probleme zu verdrängen, mir Staatsfarben ins Gesicht zu schmieren und meine Kohle in fragwürdige Produkte zu stecken –
dann wähle ich nun mein Team: Mein Team sind die Lohnabhängigen, die auf der Straße stehen, die den Müll nicht abholen, die hoffentlich dafür sorgen, dass das Flutlicht ausfällt, die für eine bessere Welt für sich selbst und auch für uns kämpfen, die die Fortsetzung der EM vielleicht sogar unmöglich machen, damit die Kolleg_innen in Europa sich wundern und merken, dass sie ihren Frust und ihre Ohnmacht
nicht auf den Kolleg_innen aus dem Nachbarland abladen müssen, sondern dass wir mit unserem Geld, statt Fähnchen zu kaufen, auch Kollektivbetriebe und schlagkräftige Gewerkschaften aufbauen können und dass die Spiele, die uns betreffen, nicht von überbezahlten Sportler_innen und Vereinen, sondern von uns selber auf der Straße und im Betrieb entschieden werden.

In diesem Sinne, vielen Dank!

DD-Löbtau: Solidaritätsdemo für Streiks und Proteste in Frankreich, Zuspruch und Angriffe

Mit 30 Menschen zog die Basisgewerkschaft FAU gestern durch Dresden-Löbtau um sich mit den Streiks und Platzbesetzungen in Frankreich zu solidarisieren. Anwohner_innen wurden dazu aufgerufen, ähnliche Streiks gegen die neue ALGII-Reform auch in Deutschland zu organisieren. Thematisiert wurden aber auch Naziangriffe im Stadtteil, wie jüngst auf der Emil-Überall-Straße. Die Demonstration selbst wurde vermutlich von Rechtsradikalen mit Eiern und Böllern angegriffen, verletzt wurde aber niemand. DD-Löbtau: Solidaritätsdemo für Streiks und Proteste in Frankreich, Zuspruch und Angriffe weiterlesen

Dienstag: Solidaritätsdemonstration mit den Streikenden in Frankreich

Dienstag, 14.06.2016, 18.00 Uhr, Start: Columbusstraße/Dresden-Löbtau
Seit Monaten wird in Frankreich gestreikt, demonstriert, werden Plätze besetzt, Raffinerien blockiert. An den Aktionen beteiligen sich regelmäßig über eine Million Menschen. Für den 14. Juni ist ein erneuter Höhepunkt dieser Aktionen und ein Generalstreik geplant. Grund ist der Versuch der Regierung, ein neues Arbeitsgesetz auf den Weg zu bringen, das in vielen Punkten mit der Agenda 2010 vergleichbar ist. Viele Menschen in Frankreich haben sich die Auswirkungen von Hartz IV, Einschränkungen der Gewerkschaftsrechte und die Minijob-Gesetzgebung in Deutschland genau angesehen und wissen was sie erwartet: Eine Zuspitzung von Ausbeutung und Prekarität. Gleichzeitig weisen sie auch immer wieder darauf hin: Der entschlossene Widerstand der Bevölkerung kann dafür sorgen, dass die Regierung Gesetze zurücknehmen muss. Es geht nicht nur um Solidarität mit den Protestierenden in Frankreich, sondern auch darum, hier Kräfte zu sammeln und sich solche Schweinereien nicht mehr bieten zu lassen; gerade in Hinblick auf die aktuell angedachten Verschärfungen der Arbeitslosengesetze in Deutschland. Wir haben aber auch noch etwas anderes gemein: Ähnlich wie in Deutschland die SPD ist es in Frankreich gerade die „sozialistische“ Partei, die versucht, die Lohnabhängigen um ihre Rechte zu prellen. Gleichzeitig spricht sich der Front National, wie hier die AfD, für einen noch härteren Kurs gegen die Lohnabhängigen und zugunsten der Spitzenverdiener_innen und Großbesitzer_innen aus. In beiden Ländern versuchen die Rechtsradikalen einen autoritären und turbo-kapitalistischen Kurs durchzusetzen, indem sie die Lohnabhängigen anhand von Herkunft, Religion oder Sexualität gegeneinander aufhetzen. Die Streikenden in Frankreich erteilen den Freund_innen der Ausbeutung eine klare Absage und solidarisieren sich immer wieder u. a. mit Migrant_innen und anderen diskriminierten Kolleg_innen.

Wir wollen mit einer spontan geplanten Demo auf unsere Nachbar_innen und Kolleg_innen zugehen, sie auf die Proteste hinweisen und ihnen Mut machen, sich auch hier vor Ort Strukturen zu schaffen, mit denen wir uns gegen unsere Entrechtung zur Wehr setzen können. Wir wählen Löbtau als einen der ärmsten Stadtteile Dresdens aus, in dem seit Jahren Menschen aus ihren Häusern verdrängt werden und in dem gleichzeitig Rechtsradikale von AfD bis hin zu Hooligans immer wieder versuchen, eine solidarische, kämpferische Nachbarschaft unmöglich zu machen. Kommt bunt, kommt kreativ, kommt zahlreich zu einer kurzen und kraftvollen Demo durch Löbtau am Dienstag den 14. Juni um 18 Uhr auf der Columbusstraße!

Eure FAU Dresden