Kategorie-Archiv: Demos

8. März: Auf zum Frauen*knast in Chemnitz!

Was machen wir so am diesjährigen Feministischen Kampftag?
Wir gehen zum Chemnitzer Frauen*knast, zusammen mit Genoss_innen der Gefangenengewerkschaft GG/BO -Soligruppe Jena. In eben diesem Chemnitzer Gefängnis hat sich vor kurzem eine Sektion der GG/BO gegründet, was wir sehr begrüßen. Die gefangenen Mitglieder der Sektion sind Mitorganisator_innen der Demo. Wir demonstrieren gemeinsam für den gesetzlichen Mindestlohn für die Inhaftierten, volle Einbeziehung in die Sozialversicherungen und komplette Gewerkschaftsfreiheit auch hinter Gittern. 8. März: Auf zum Frauen*knast in Chemnitz! weiterlesen

28. Januar Demo in Löbtau für solidarische Nachbarschaft!

*Wir freuen uns sehr folgende Demonstration mit einem Lautsprecherwagen unterstützen zu können:*

Los gehts! Gemeinsam für eine rebellische und solidarische Nachbarschaft…

Liebe Nachbarinnen und Nachbarn, Löbtau ist ein schöner Stadtteil, viele kennen sich hier und helfen sich gegenseitig. Wir haben Grünflächen, Spielplätze, und auch einies an selbstorganisierter und spannender Kultur.

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Solidarität mit Kolleg_innen in den Median-Kliniken!

Aufruf zur Flyeraktion am 13. Januar, 11-13 Uhr an der Hohlbeinstraße 1 in Dresden.

Als FAU Dresden schließen wir uns den Protesten des Vereins Arbeitsunrecht e.V. gegen die Arbeitsbedingungen und die Gewerkschaftsfeindlichkeit in den Median-Kliniken an.

Die Liste der Vorwürfe gegen die GmBH ist lang:

  • flächendeckende Tarifflucht,
  • ökonomischen Terror per willkürlicher Betriebsschließung,
  • Rechtsnihilismus, indem Betriebsratsarbeit behindert und Gerichtsurteile ignoriert werden,
  • systematische Zermürbungsversuche gegen die Betriebsratsvorsitzenden Roland T. (Bad Oeynhausen) & Ulrike W. (Bad Camberg) – u.a. mit fingierten Vorwürfen, fadenscheinigen Kündigungsversuchen, Bespitzelung und Schikanen,
  • Systematische Desinformation der Belegschaft und Anti-Gewerkschaftspropaganda mit Hilfe von PR-Spezialisten
  • Counter-Organizinig durch gelbe Betriebsräte und den Versuch eine gelbe Konzern-Gewerkschaft aufzubauen.

Das Management kündigte bestehende Tarifverträge und erklärte zugleich, dass Median für neue Tarifverhandlungen mit ver.di nicht zur Verfügung stehe.

Im schlimmsten Fall gelten künftig nur noch die gesetzlichen Mindeststandards. Die Gehälter sollen vor Ort über „flexible Lohnmodelle“ an die Marktlage angepasst werden.

Da es bei uns keine Median-Klinik gibt, haben wir uns entschlossen bei ihren Geschäftspartner_innen, der deutschen Rentenversicherung zu protestieren.

In die deutsche Rentenversicherung (DRV) zahlen wir alle ein, diese wiederum vergibt Aufträge für Rehabilitationsleistungen, größte Partnerin ist dabei aktuell die Median-Kliniken GmBH. Somit wird mit unseren Beiträgen die Ausbeutung bei Median unterstützt.

Wir wollen Druck auf die DRV machen. Wenn sich die Arbeitsbedingungen nicht ändern, soll sich die DRV andere Partner_innen suchen! Partner_innen bei denen fair bezahlt und betriebliche Organisation nicht torpediert wird. Zum einen, weil Solidarität für uns eine Selbstverständlichkeit ist, zum anderen, weil wir im Falle einer Reha nicht von Kolleg_innen betreut werden wollen, die selbst kurz vorm Kollaps stehen und somit in unserer Behandlung unweigerlich Fehler machen müssen!

Hier könnt ihr außerdem eine unterstützende Petition zeichnen.

„Vor’m Sozialamt müsst ihr das machen!“ – subjektiver Bericht und Gedanken zur „proletarian parade“

Was soll das denn sein, eine Prolet_innen-Parade? Das haben sich sicher einige Leser_innen des Aufrufs zu unserer Demonstration am Freitag, dem 16.09. gefragt. Wir sind auch noch dabei, es herauszufinden.

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Kritische Nachbetrachtung der Demo zur Erinnerung an rechte Ausschreitungen in Heidenau

oder: Vom schwarzen Blöckchen im „Drecksnest“

Am 21. August 2016 beteiligten sich viele Mitglieder der FAU Dresden zusammen mit Mitgliedern anderer syndikalistischer Organisationen in Sachsen an der Demonstration, die an die Pogrome in Heidenau vor einem Jahr erinnern sollte. Auf der Demonstration führte eine Reihe von Vorkommnissen zu großem Unmut in unseren Bezugsgruppen. Dies machte ein Einzelmitglied bereits vor Ort in aller Kürze deutlich. Wir wollen unsere Kritik hier ausführlicher, abgestimmter und fundierter an einigen Mitdemonstrant_innen aber auch an der taktischen Ausrichtung solcher Demonstrationen insgesamt üben. Eingangs möchten wir noch einmal betonen, dass es auch viel Positives an der Demonstration zu bemerken gab. Auch möchten wir uns uns hier noch einmal für die Arbeit des Vorbereitungsteams, bei den anderen Gruppen mit ihren sehr guten Redebeiträgen und bei der sehr sachlichen und eingängigen Moderation bedanken. Kritische Nachbetrachtung der Demo zur Erinnerung an rechte Ausschreitungen in Heidenau weiterlesen

FAU beteiligt sich an Besetzung der Wir-AG

Symbolbild

Solidaritätsaktion für Refugee-Unterstützer_innen in Griechenland

Heute um 16:30 Uhr besetzten ca. 25 Aktivist_innen das Abgeordnetenbüro der Bundestagsabgeordneten Katja Kipping (Die Linke). Die Basisgewerkschaft FAU beteiligt sich an der Aktion zu der stündlich Unterstützer_innen hinzu stoßen. Der Protest richtet sich gegen die Schwesterpartei Syriza in Griechenland und gegen die Fraktionsvorsitzende Sahra Wagenknecht.

Nach der gestrigen Räumung von drei Hausbesetzungen in Griechenland, die vor allem der Unterstützung geflüchteter Kolleg_innen dienten, besetzten Anarchist_innen in Thessaloniki die Parteizentrale der verantwortlichen Partei Syriza. Das Internationalistische Zentrum Dresden berichtete über den Fall und rief zu Solidaritätsaktionen auf. Dieser Aufforderung schlossen sich Gewerkschaftsmitglieder, Anarchist_innen und Antiautoritäre an und besetzten die Wir-AG.

Die Besetzer_innen fordern Syriza u.a. zur Rücknahme aller Maßnahmen, zur Freilassung der Geflüchteten und Unterstützer_innen und zur Erstattung des entstandenen Schadens auf. Die Linke wird aufgefordert ihre Kontakte zu nutzen und Druck auszuüben. Daneben kritisiert die FAU Dresden auch entschieden Sahra Wagenknecht, die rethorisch immer wieder in den Gewässern der AfD fischt, ohne dass dies in der Partei wirkliche Konsequenzen hätte.

Christina Schwarz (34), Sprecherin der FAU Dresden: „Verbesserungen die Not und Armut aller Menschen wirklich lindern, sind innerhalb kapitalistischer Wirtschaft nur sehr begrenzt möglich, da diese Wohlstand nur auf dem Rücken von Verlierer_innen produziert. Parteien wie die Linke und Syriza leugnen diesen Umstand und regieren deshalb im wesentlichen wie alle anderen Parteien auch. Wirkliche Veränderungen können nur als Selbstverwaltung von unten kommen. Das beste was linke Parteien heute leisten könnten wäre ihre Begrenztheit zuzugeben und als starke Opposition Selbstverwaltungsstrukturen wie besetzten Häusern den Rücken zu stärken. Aktuell werden genau diese Strukturen jedoch von Parteien sabotiert und zerstört, während mit parlamentarischem Linkspopulismus falsche Hoffnungen geschöpft, die Menschen nach der Wahl enttäuscht zurücklässt und in die Entpolitisierung oder das rechte Lager treibt.“

Referenzartikel:

https://www.neues-deutschland.de/artikel/1020103.griechische-polizei-raeumt-von-fluechtlingen-besetzte-haeuser.html

https://linksunten.indymedia.org/de/node/186038

Redebeitrag: Für welches Team bei der EM?!

Mensch könnte meinen die sportlichen Vorlieben sind Privatsache, ob ich eher Klettern oder Kanufahren, Eishockey oder Handball mag, ob ich Sport nur selber mache, ihn mir nur anschaue oder ob mir Sport völlig egal ist.

Doch spätestens zur WM oder EM ist es mit dieser Privatsache dahin, die Stadt wird in einem Maß beflaggt,  wie es die Älteren hier im Osten nur vom 1. Mai unter dem DDR-Regime kennen.

Keine Bahnfahrt, kein Radio von RTL bis hin zu MDR-Aktuell,  keine Kneipe, kein Supermarkt ermöglicht es, sich nicht mit der EM zu beschäftigen.

Und selbst in der Politik kann es sich keine hoher Würdenträger_in nehmen lassen, nicht “die Mannschaft” zu bejubeln. Kurz und gut, Fußball ist an diesem Punkt längst keine Privatsache mehr, EM ist Politik und EM ist v. a. Profit.

Die EM ist ein Medienereignis, aufgebauscht bis ins Letzte. Schon die Kinder werden mit Werbung, Sammelkarten, Stickern an der Supermarktkasse etc. pp. zu ordentlichen EM-Konsument_innen gemacht. Später dann sind wir angehalten, unser sauer verdientes Geld in billig produzierten Plunder in den Farben schwarz-rot-gold zu investieren – in den Farben des Staates, der uns beim Jobcenter gängelt, der uns die Renten kürzt, der Leiharbeit immer noch nicht verbietet, der der drittgrößte Rüstungsexporteur ist, der Krieg in aller Welt schafft, der dutzende Staaten mit Freihandelsabkommen und Knebelverträgen wirtschaftlich unterjocht, der dann keine Lust auf Flüchtlinge hat, die er selbst produziert hat, der diese Flüchtlinge im Mittelmeer ersaufen lässt, in Heimen zusammenquetscht und entwürdigt, der diese Flüchtlinge in den sicheren Tod abschiebt und dessen Verfassungsschutz mordende Nazis nicht mal bemerken will, wenn er ihnen am Tatort die Tatwaffe in die Hand drückt.

Wir stecken also unseren 8,50 Mindestlohn, oder unsere 300-Zerquetschte ALGII in Tröten, Fähnchen, Trommeln, ins Bier beim Public-Viewing usw. usf. und werden belohnt mit ein wenig Ablenkung, ein wenig Abschalten, ein wenig Euphorie, ein wenig einig fühlen mit den Mitmenschen, so lange ihre Tröten, Schals und Shirts die selben Farben haben. Und im Gegenzug werden meist noch ein paar unliebsame Gesetze durchgebracht, die Römer hätten es im Collosseum nicht besser gemacht!

Und nun häufen sich die Stimmen der bürgerlichen Presse: es wird sich die französische Bevölkerung doch wohl nicht erdreisten, die schöne EM durch ihren Streik zu stören?

Es wird völlig vergessen, das dort gerade hunderttausende Menschen um ihre Lebensbedingungen kämpfen. Seit der Agenda 2010 sind in Deutschland psychische Erkrankungen, Medikamentenkonsum und vieles mehr sprunghaft angestiegen. Beachten wir nun Studien, die zu dem Ergebnis kommen, dass wer schlechter Essen muss, unter Stress, Depressionen und Belastung leidet, eine deutlich geringere Lebenserwartung hat, können wir sagen, Arbeitsgesetze wie Agenda 2010 oder loi travail bringen uns um. Wir sterben früher als wir müssten, für den Profit der Unternehmen, den Standort, die Kapitalismusfreundlichkeit der Politik!

Wenn ich mich also der EM nicht entziehen kann – weil sie keine Privatsache mehr ist, sondern allumfassende Aufforderung
alle aktuellen Probleme zu verdrängen, mir Staatsfarben ins Gesicht zu schmieren und meine Kohle in fragwürdige Produkte zu stecken –
dann wähle ich nun mein Team: Mein Team sind die Lohnabhängigen, die auf der Straße stehen, die den Müll nicht abholen, die hoffentlich dafür sorgen, dass das Flutlicht ausfällt, die für eine bessere Welt für sich selbst und auch für uns kämpfen, die die Fortsetzung der EM vielleicht sogar unmöglich machen, damit die Kolleg_innen in Europa sich wundern und merken, dass sie ihren Frust und ihre Ohnmacht
nicht auf den Kolleg_innen aus dem Nachbarland abladen müssen, sondern dass wir mit unserem Geld, statt Fähnchen zu kaufen, auch Kollektivbetriebe und schlagkräftige Gewerkschaften aufbauen können und dass die Spiele, die uns betreffen, nicht von überbezahlten Sportler_innen und Vereinen, sondern von uns selber auf der Straße und im Betrieb entschieden werden.

In diesem Sinne, vielen Dank!

DD-Löbtau: Solidaritätsdemo für Streiks und Proteste in Frankreich, Zuspruch und Angriffe

Mit 30 Menschen zog die Basisgewerkschaft FAU gestern durch Dresden-Löbtau um sich mit den Streiks und Platzbesetzungen in Frankreich zu solidarisieren. Anwohner_innen wurden dazu aufgerufen, ähnliche Streiks gegen die neue ALGII-Reform auch in Deutschland zu organisieren. Thematisiert wurden aber auch Naziangriffe im Stadtteil, wie jüngst auf der Emil-Überall-Straße. Die Demonstration selbst wurde vermutlich von Rechtsradikalen mit Eiern und Böllern angegriffen, verletzt wurde aber niemand. DD-Löbtau: Solidaritätsdemo für Streiks und Proteste in Frankreich, Zuspruch und Angriffe weiterlesen

Dienstag: Solidaritätsdemonstration mit den Streikenden in Frankreich

Dienstag, 14.06.2016, 18.00 Uhr, Start: Columbusstraße/Dresden-Löbtau
Seit Monaten wird in Frankreich gestreikt, demonstriert, werden Plätze besetzt, Raffinerien blockiert. An den Aktionen beteiligen sich regelmäßig über eine Million Menschen. Für den 14. Juni ist ein erneuter Höhepunkt dieser Aktionen und ein Generalstreik geplant. Grund ist der Versuch der Regierung, ein neues Arbeitsgesetz auf den Weg zu bringen, das in vielen Punkten mit der Agenda 2010 vergleichbar ist. Viele Menschen in Frankreich haben sich die Auswirkungen von Hartz IV, Einschränkungen der Gewerkschaftsrechte und die Minijob-Gesetzgebung in Deutschland genau angesehen und wissen was sie erwartet: Eine Zuspitzung von Ausbeutung und Prekarität. Gleichzeitig weisen sie auch immer wieder darauf hin: Der entschlossene Widerstand der Bevölkerung kann dafür sorgen, dass die Regierung Gesetze zurücknehmen muss. Es geht nicht nur um Solidarität mit den Protestierenden in Frankreich, sondern auch darum, hier Kräfte zu sammeln und sich solche Schweinereien nicht mehr bieten zu lassen; gerade in Hinblick auf die aktuell angedachten Verschärfungen der Arbeitslosengesetze in Deutschland. Wir haben aber auch noch etwas anderes gemein: Ähnlich wie in Deutschland die SPD ist es in Frankreich gerade die „sozialistische“ Partei, die versucht, die Lohnabhängigen um ihre Rechte zu prellen. Gleichzeitig spricht sich der Front National, wie hier die AfD, für einen noch härteren Kurs gegen die Lohnabhängigen und zugunsten der Spitzenverdiener_innen und Großbesitzer_innen aus. In beiden Ländern versuchen die Rechtsradikalen einen autoritären und turbo-kapitalistischen Kurs durchzusetzen, indem sie die Lohnabhängigen anhand von Herkunft, Religion oder Sexualität gegeneinander aufhetzen. Die Streikenden in Frankreich erteilen den Freund_innen der Ausbeutung eine klare Absage und solidarisieren sich immer wieder u. a. mit Migrant_innen und anderen diskriminierten Kolleg_innen.

Wir wollen mit einer spontan geplanten Demo auf unsere Nachbar_innen und Kolleg_innen zugehen, sie auf die Proteste hinweisen und ihnen Mut machen, sich auch hier vor Ort Strukturen zu schaffen, mit denen wir uns gegen unsere Entrechtung zur Wehr setzen können. Wir wählen Löbtau als einen der ärmsten Stadtteile Dresdens aus, in dem seit Jahren Menschen aus ihren Häusern verdrängt werden und in dem gleichzeitig Rechtsradikale von AfD bis hin zu Hooligans immer wieder versuchen, eine solidarische, kämpferische Nachbarschaft unmöglich zu machen. Kommt bunt, kommt kreativ, kommt zahlreich zu einer kurzen und kraftvollen Demo durch Löbtau am Dienstag den 14. Juni um 18 Uhr auf der Columbusstraße!

Eure FAU Dresden

PM: FAU-Mitglied Justus M. freigesprochen

Symbolbild: Anarchosyndikalist_innen am 1. Mai in Plauen

Gestern wurde der FAU-Gewerkschafter Justus M. von seiner Anklage der versuchten Körperverletzung und des Widerstands gegen einen Polizeibeamten freigesprochen. Ihm wurde vorgeworfen sich 2013 am Rande einer NPD-Kundgebung gegen angreifende Polizeibeamt_innen mit einer Fahne vertedigt zu haben. PM: FAU-Mitglied Justus M. freigesprochen weiterlesen