Kategorie-Archiv: Demos

Unterstützung von gefeuertem Kollegen bei Ford in Spanien

Aktuell kämpft unsere Schwesterngewerkschaft CNT in Spanien um die Wiedereinstellung einer ihrer Kollegen, der bei einem Zulieferer der Firma Ford in Valencia als Gewerkschaftssprecher fungierte. Aufgrund seines Engagements wurde er gefeuert. Ford Valencia wurde wiederholt aufgefordert zum Fall Stellung zu beziehen und sich für die Wiedereinstellung des Kollegen einzusetzen – ohne Reaktion. Aktuell findet, nach landesweiten Protesten in Spanien, nun auch eine erste internationale Aktionswoche statt. An diesen beteiligen sich auch FAU-Syndikate aus Berlin, Dresden, Stuttgart, Hamburg und Hannover. Wir waren heut mit 6 Mitgliedern an der Sachsengarage in Dresden-Plauen, informierten zunächst die örtlichen Kolleg_innen und anschließend Kunden über den Fall. Erfreulicherweise zeigten alle Verständnis. Auch aus vorbeifahrenden Autos erhielten wir positiven Zuspruch von Pendler_innen. Sollte diese erste, sehr kleine internationale Aktionswelle keine Wirkung zeigen, sind wir auch in Dresden gerne bereit für den betroffenen Kollegen größeren Protest zu organisieren.

Ein Angriff auf einen von uns ist ein Angriff auf alle!

Montag 20.03. Demonstration „Fight 2 Stay“ für den Schutz unserer geflüchteten Kolleg_innen

Am nächsten Montag erwartet euch eine inhaltliche Demonstration für die Rechte unserer geflüchteten Freund_innen und Kolleg_innen. Die FAU Dresden freut sich, sich an dieser Demonstration mit einem Redebeitrag beteiligen zu können.

Treffpunkt ist am „BAMF“, Budapester Straße 69 um 17:30 Uhr.

Jahresrückblick der FAU Dresden 2016

Besser spät als nie – vor lauter Aktionen ging es mit der Fertigstellung unserer Jahresrückschau in den letzten Wochen nicht voran. Nun ist sie da und wir bitten ganz herzlich um Verzeihung ob der Wartezeit. Als wäre das nicht alles schon peinlich genug, müssen wir euch wegen technischer Probleme auch erstmal auf diese Version hier auf Indymedia Linksunten verweisen. Wir wünschen euch trotzdem viel Spaß beim lesen!

Gewerkschafter_innen demonstrierten am Frauenkampftag zur JVA Chemnitz für weibliche Inhaftierte

Pressemitteilung

150–200 Mitglieder feministischer Grupppen, der Freien Arbeiter_innen Union (FAU) und der Gruppe Gefangenensolidarität Jena sowie Unterstützer_innen demonstrierten am 8. März 2017 ihre Solidarität mit den Gefangenen der Frauen-JVA Chemnitz und der dortigen Ortsgruppe der Gefangenengewerkschaft/ Bundesweite Organisation (GG/BO). Im Anschluss der Demonstration kam es zu massiver Polizeigewalt, auch gegen Journalist_innen. Gewerkschafter_innen demonstrierten am Frauenkampftag zur JVA Chemnitz für weibliche Inhaftierte weiterlesen

8. März: Auf zum Frauen*knast in Chemnitz!

plakat-8maerz-dunkel
plakat-8maerz-hell
Was machen wir so am diesjährigen Feministischen Kampftag?
Wir gehen zum Chemnitzer Frauen*knast, zusammen mit Genoss_innen der Gefangenengewerkschaft GG/BO -Soligruppe Jena. In eben diesem Chemnitzer Gefängnis hat sich vor kurzem eine Sektion der GG/BO gegründet, was wir sehr begrüßen. Die gefangenen Mitglieder der Sektion sind Mitorganisator_innen der Demo. Wir demonstrieren gemeinsam für den gesetzlichen Mindestlohn für die Inhaftierten, volle Einbeziehung in die Sozialversicherungen und komplette Gewerkschaftsfreiheit auch hinter Gittern. 8. März: Auf zum Frauen*knast in Chemnitz! weiterlesen

28. Januar Demo in Löbtau für solidarische Nachbarschaft!

*Wir freuen uns sehr folgende Demonstration mit einem Lautsprecherwagen unterstützen zu können:*

Los gehts! Gemeinsam für eine rebellische und solidarische Nachbarschaft…

Liebe Nachbarinnen und Nachbarn, Löbtau ist ein schöner Stadtteil, viele kennen sich hier und helfen sich gegenseitig. Wir haben Grünflächen, Spielplätze, und auch einies an selbstorganisierter und spannender Kultur.

28. Januar Demo in Löbtau für solidarische Nachbarschaft! weiterlesen

Solidarität mit Kolleg_innen in den Median-Kliniken!

Aufruf zur Flyeraktion am 13. Januar, 11-13 Uhr an der Hohlbeinstraße 1 in Dresden.

Als FAU Dresden schließen wir uns den Protesten des Vereins Arbeitsunrecht e.V. gegen die Arbeitsbedingungen und die Gewerkschaftsfeindlichkeit in den Median-Kliniken an.

Die Liste der Vorwürfe gegen die GmBH ist lang:

  • flächendeckende Tarifflucht,
  • ökonomischen Terror per willkürlicher Betriebsschließung,
  • Rechtsnihilismus, indem Betriebsratsarbeit behindert und Gerichtsurteile ignoriert werden,
  • systematische Zermürbungsversuche gegen die Betriebsratsvorsitzenden Roland T. (Bad Oeynhausen) & Ulrike W. (Bad Camberg) – u.a. mit fingierten Vorwürfen, fadenscheinigen Kündigungsversuchen, Bespitzelung und Schikanen,
  • Systematische Desinformation der Belegschaft und Anti-Gewerkschaftspropaganda mit Hilfe von PR-Spezialisten
  • Counter-Organizinig durch gelbe Betriebsräte und den Versuch eine gelbe Konzern-Gewerkschaft aufzubauen.

Das Management kündigte bestehende Tarifverträge und erklärte zugleich, dass Median für neue Tarifverhandlungen mit ver.di nicht zur Verfügung stehe.

Im schlimmsten Fall gelten künftig nur noch die gesetzlichen Mindeststandards. Die Gehälter sollen vor Ort über „flexible Lohnmodelle“ an die Marktlage angepasst werden.

Da es bei uns keine Median-Klinik gibt, haben wir uns entschlossen bei ihren Geschäftspartner_innen, der deutschen Rentenversicherung zu protestieren.

In die deutsche Rentenversicherung (DRV) zahlen wir alle ein, diese wiederum vergibt Aufträge für Rehabilitationsleistungen, größte Partnerin ist dabei aktuell die Median-Kliniken GmBH. Somit wird mit unseren Beiträgen die Ausbeutung bei Median unterstützt.

Wir wollen Druck auf die DRV machen. Wenn sich die Arbeitsbedingungen nicht ändern, soll sich die DRV andere Partner_innen suchen! Partner_innen bei denen fair bezahlt und betriebliche Organisation nicht torpediert wird. Zum einen, weil Solidarität für uns eine Selbstverständlichkeit ist, zum anderen, weil wir im Falle einer Reha nicht von Kolleg_innen betreut werden wollen, die selbst kurz vorm Kollaps stehen und somit in unserer Behandlung unweigerlich Fehler machen müssen!

Hier könnt ihr außerdem eine unterstützende Petition zeichnen.

„Vor’m Sozialamt müsst ihr das machen!“ – subjektiver Bericht und Gedanken zur „proletarian parade“

Was soll das denn sein, eine Prolet_innen-Parade? Das haben sich sicher einige Leser_innen des Aufrufs zu unserer Demonstration am Freitag, dem 16.09. gefragt. Wir sind auch noch dabei, es herauszufinden.

„Vor’m Sozialamt müsst ihr das machen!“ – subjektiver Bericht und Gedanken zur „proletarian parade“ weiterlesen

Kritische Nachbetrachtung der Demo zur Erinnerung an rechte Ausschreitungen in Heidenau

oder: Vom schwarzen Blöckchen im „Drecksnest“

Am 21. August 2016 beteiligten sich viele Mitglieder der FAU Dresden zusammen mit Mitgliedern anderer syndikalistischer Organisationen in Sachsen an der Demonstration, die an die Pogrome in Heidenau vor einem Jahr erinnern sollte. Auf der Demonstration führte eine Reihe von Vorkommnissen zu großem Unmut in unseren Bezugsgruppen. Dies machte ein Einzelmitglied bereits vor Ort in aller Kürze deutlich. Wir wollen unsere Kritik hier ausführlicher, abgestimmter und fundierter an einigen Mitdemonstrant_innen aber auch an der taktischen Ausrichtung solcher Demonstrationen insgesamt üben. Eingangs möchten wir noch einmal betonen, dass es auch viel Positives an der Demonstration zu bemerken gab. Auch möchten wir uns uns hier noch einmal für die Arbeit des Vorbereitungsteams, bei den anderen Gruppen mit ihren sehr guten Redebeiträgen und bei der sehr sachlichen und eingängigen Moderation bedanken. Kritische Nachbetrachtung der Demo zur Erinnerung an rechte Ausschreitungen in Heidenau weiterlesen

FAU beteiligt sich an Besetzung der Wir-AG

Symbolbild

Solidaritätsaktion für Refugee-Unterstützer_innen in Griechenland

Heute um 16:30 Uhr besetzten ca. 25 Aktivist_innen das Abgeordnetenbüro der Bundestagsabgeordneten Katja Kipping (Die Linke). Die Basisgewerkschaft FAU beteiligt sich an der Aktion zu der stündlich Unterstützer_innen hinzu stoßen. Der Protest richtet sich gegen die Schwesterpartei Syriza in Griechenland und gegen die Fraktionsvorsitzende Sahra Wagenknecht.

Nach der gestrigen Räumung von drei Hausbesetzungen in Griechenland, die vor allem der Unterstützung geflüchteter Kolleg_innen dienten, besetzten Anarchist_innen in Thessaloniki die Parteizentrale der verantwortlichen Partei Syriza. Das Internationalistische Zentrum Dresden berichtete über den Fall und rief zu Solidaritätsaktionen auf. Dieser Aufforderung schlossen sich Gewerkschaftsmitglieder, Anarchist_innen und Antiautoritäre an und besetzten die Wir-AG.

Die Besetzer_innen fordern Syriza u.a. zur Rücknahme aller Maßnahmen, zur Freilassung der Geflüchteten und Unterstützer_innen und zur Erstattung des entstandenen Schadens auf. Die Linke wird aufgefordert ihre Kontakte zu nutzen und Druck auszuüben. Daneben kritisiert die FAU Dresden auch entschieden Sahra Wagenknecht, die rethorisch immer wieder in den Gewässern der AfD fischt, ohne dass dies in der Partei wirkliche Konsequenzen hätte.

Christina Schwarz (34), Sprecherin der FAU Dresden: „Verbesserungen die Not und Armut aller Menschen wirklich lindern, sind innerhalb kapitalistischer Wirtschaft nur sehr begrenzt möglich, da diese Wohlstand nur auf dem Rücken von Verlierer_innen produziert. Parteien wie die Linke und Syriza leugnen diesen Umstand und regieren deshalb im wesentlichen wie alle anderen Parteien auch. Wirkliche Veränderungen können nur als Selbstverwaltung von unten kommen. Das beste was linke Parteien heute leisten könnten wäre ihre Begrenztheit zuzugeben und als starke Opposition Selbstverwaltungsstrukturen wie besetzten Häusern den Rücken zu stärken. Aktuell werden genau diese Strukturen jedoch von Parteien sabotiert und zerstört, während mit parlamentarischem Linkspopulismus falsche Hoffnungen geschöpft, die Menschen nach der Wahl enttäuscht zurücklässt und in die Entpolitisierung oder das rechte Lager treibt.“

Referenzartikel:

https://www.neues-deutschland.de/artikel/1020103.griechische-polizei-raeumt-von-fluechtlingen-besetzte-haeuser.html

https://linksunten.indymedia.org/de/node/186038