Der Arbeitslose 1930

Interessenkreis Dokumentation

Der Interessenkreis Dokumentation ist ein loser Zusammenhang von Menschen die sich mit der älteren und neueren Geschichte der linksradikalen und libertären Bewegung in Dresden und Umgebung auseinander setzten. Wir betreuen ein kleines Archiv und eine Datenbank, die auf Anfrage gerne eingesehen werden können und publizieren unsere Ergebnisse in unregelmäßigen Abständen z.B. in Form von Chroniken oder Artikeln. Dabei arbeiten wir mit libertären Gruppen wie den Schwarz-Roten Bergsteiger_innen zusammen.

Gerne bieten wir auch Unterstützung bei der Erstellung von Texten, wissenschaftlichen Arbeiten oder inhaltlichen Veranstaltungen, z.B. Führungen. Hier ein paar Themenschwerpunkte:

Allgemeine Artikel:

  • Die Schleier der Geschichte lüften – Übersichtsartikel über die anarchistische Bewegung in Dresden von 1849 bis jetzt, Zeitung Freidruck, Ausgabe 8 (2011)
  • Sächsische Schweiz – Politisch Land unter? Magazin Gai Dao, (März 2012)

Anarchistische und anarchosyndikalistische Bewegung Dresden 1918-1945

Neben Vorträgen zu diesem Thema arbeiten wir an mehr als 70 Kurzbiografien einzelner Aktivist_innen, sammeln Forschungsarbeiten und zeigenössische Periodika. Ebenso bemühen wir uns um einer Erfassung aller damaligen Strukturen in der Region und untersuchen diese.

Widerstand im Nationalsozialismus in Dresden und Umgebung

Die Regionen Dresden, Erzgebirge und Sächsische Schweiz verfügen über eine reichhaltige Geschichte antifaschistischen Widerstands. Wir versuchen bisherige Forschungsarbeiten aus der DDR kritisch zu überprüfen und gleichzeitig mit Vorträgen, Führungen und der Mitarbeit an der Seite www.gedenkplaetze.info eine lebendige Erinnerungskultur zu fördern.

Linksradikale Bewegung in Dresden und Umgebung seit 1990

Neben verschiedenen Untergrund-Szenen in der DDR begann die Rückkehr linksradikaler und anarchistischer Positionen eigentlich schon 1985 mit der Gründung verschiedener radikaler Umweltinitiativen und den ersten anarchistischen Gruppen seit den 40ern.

Die alternative und radikale Politlandschaft der 90er in Dresden wurde vor allem geprägt durch Kämpfe gegen Militarismus und anti-ökologische Bauvorhaben, massenhafte Hausbesetzungen in verschiedenen Stadtteilen und den Kampf gegen den enormen, oft militanten Rechtsruck in der Region. Spätestens ab 95 kamen enorme staatliche Repression und eine konfliktreiche Debatte um feministische Thesen dazu.

Ab Mitte der 90er spielte Anarchismus in der Dresdner Debatte bis 2009 eine immer geringere Rolle, dafür bahnte sich das wohl größte jährliche Arbeitsfeld linksradikaler Politik in Dresden, die Naziaufmärsche und das revisionistische Gedenken der Konservativen um 13. Februar an.

In den über 20 Jahren seit dem Ende der DDR gab es eine Vielzahl von Gruppen, Initiativen und Projekten die heute die wenigsten Menschen noch kennen. Hier ist noch einiges zu tun. Eine kleine Auswahl an Dokumentationen und Artikeln zur Entwicklung der politischen Spektren und Gruppen findet ihr hier:

  • Freiraumkämpfe in Dresden – Feature und Materialsammlung zu den Freiraum-Aktionen 2009 und 2010 in Dresden
  • Chronik Allgemeines Syndikat Dresden – Link zur Chronik des örtlichen FAU-Syndikats
  • 3 Jahre Föderalismus und nun? – Auswertung der ersten 3 Jahre des Libertären Netzwerks, Magazin Gai Dao, Juni 2012
  • Politische Tanzdemonstration „Liberté dans les rues et sur les toits“ am 02.06.12 (Bericht, Plakat, Flyer vorne und hinten, Aufruf, Presse, Bilder, Redebeiträge, Beiträge im Vorfeld, Diskussionsbeitrag im Nachgang)

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