BNG-FAU erkämpft ausstehende Löhne eines Einlassdienstes

Ein Mitglied der Basisgewerkschaft Nahrung und Gastronomie (BNG-FAU) drängte die Betreiber der beliebten Bar Hebeda’s am Freitag dem 13. 05. 2016 zu einem Vergleich. Dem Einlassdienst war nach Auseinandersetzungen „kalt gekündigt“ worden, nun erhält er für knapp ein weiteres halbes Jahr Lohn.
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Streiks, Mieter_innenkämpfe und Soziale Arbeit – Vorträge im Juni

Im Juni organisiert die FAU in Dresden folgende zwei Vorträge:

Geld. Macht. Beziehungen. Über den Zusammenhang von Geld und Beziehungen im pädagogischen Arbeitsfeld
Workshop mit Robert Hamm | Nachbarschaftscafé PlatzDa (Wernerstraße 21, Dresden-Löbtau) | 1. Juni 2016 | 18:30

Über die letzten Jahre hinweg gibt es eine zurecht breit geführte Diskussion über Gehälter und tarifliche Eingruppierungen im Sozial- und Erziehungsdienst. Ein Verdienst dieser Diskussion ist es, den Blick der Öffentlichkeit auf die Tatsache zu werfen, dass Erziehung in Krippen, Krabbelstuben, Kindertagesstätten, schulischer Betreuung, Jugendhilfeeinrichtungen usw. als bezahlte Arbeit geleistet wird.
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PM: FAU-Mitglied Justus M. freigesprochen

Symbolbild: Anarchosyndikalist_innen am 1. Mai in Plauen

Gestern wurde der FAU-Gewerkschafter Justus M. von seiner Anklage der versuchten Körperverletzung und des Widerstands gegen einen Polizeibeamten freigesprochen. Ihm wurde vorgeworfen sich 2013 am Rande einer NPD-Kundgebung gegen angreifende Polizeibeamt_innen mit einer Fahne vertedigt zu haben. PM: FAU-Mitglied Justus M. freigesprochen weiterlesen

Zwei FAU-Demos und ein Block an vier Tagen

Am Donnerstag und Freitag fanden jeweils eine Demonstration der FAU Dresden statt. Hier ein kurzer Bericht über beide Demonstrationen, die beide Teil der Minikampagne „Solidarität statt Ausgrenzung – Für einen libertären Frühling!“ waren. Im Anschluss folgt ein kleiner Ausblick auf die nächsten Tage.

Demo durch Löbtau und Gorbitz – Workers Memorial Day

Ca. 30-40 FAU-Mitglieder und Sympathisierende trafen sich am Donnerstag um den Opfern der kapitalistischen Produktionsverhältnisse zu erinnern und um anschließend durch zwei der prekärsten Viertel Dresdens zu ziehen und anarchosyndikalistische Inhalte auf die Straße zu tragen.

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Libertärer Frühling! Nächste Veranstaltungen und Aktionen

Nach einer kleinen aber eindrücklichen Gedenkveranstaltung und Demonstration gestern (Bericht folgt), hier eine Üersicht über unsere nächsten Veranstaltungen und Aktionen:

1. Mai – 9 Uhr @ Oberer Bahnhof Plauen, Anarchosyndikalistischer Bloch auf „time to act!“-Demo

1 Mai – 15 Uhr @ Johannisplatz Chemnitz, antikapitalistische FAU-Demo

3. Mai – 8:30 Uhr @ Amtsgericht Dresden, Prozess gegen unseren Genossen Justus M., Unterstützung erwünscht

8. Mai – 10:35 Uhr @ Bhf Neustadt, Treffpunkt Gedenkwanderung und Feier 8. Mai im Elbsandsteingebirge

9. Mai – 18.30 Uhr @ Remise, Rudolf-Rennerstr.35, 5. Meet&Greet der Branche Kunst/Kultur

Demonstrationen am 28. April und 1. Mai – Für einen libertären Frühling!

Solidarität statt Ausgrenzung

“Revolutionäre Abeit soll nicht auf der Idiotenwiese stattfinden. Die Idiotenwiese ist der Freiraum, den das herrschende System für politische Tätigkeit nach Feierabend zur Verfügung stellt: Parteiversammlungen, Wahlzirkus und notfalls auch mal die Straße für Demonstrationen. Revolutionäre Arbeit soll vielmehr gerade in dem Bereich stattfinden, der für freie, politische Betätigung tabu ist: am Arbeitsplatz, im Betrieb!” – Berni Kelb – Betriebsfibel

Mit diesem Aufruf wollen wir verschiedenste Aktionen der libertären Basisgewerkschaften rund um den 1. Mai bewerben. Einen libertären Frühling können wir dabei wahrlich gebrauchen. Von verschiedensten Seiten liegen mittlerweile viele gute Analysen über den aktuellen Rechtsruck und die Großangriffe auf die soziale Sicherheit der Lohnabhängigen in Deutschland und Europa vor.¹ Die Linke müsse wieder in die Initiative kommen, heißt es allerorten. Immer mehr Gruppen und Autor_innen stimmen außerdem zu, dass eine radikale Linke die verschiedenen sozialen Kämpfe zusammen denken und wieder an die Bedürfnisse der breiten Masse der Lohnabhängigen anknüpfen muss. Wie dies zu geschehen hat, wird dagegen i. d. R. äußerst vage skizziert.

Diese Konzeptlosigkeit spielt rechtsradikalen Akteur_innen von AfD über Pegida bis hin zum „III. Weg“ in die Hände. Mit mehr oder minder revolutionärer und antiparlamentarischer Rethorik punkten sie bei jenen, die zurecht davon überzeugt sind, dass sie von CDU bis Linkspartei keine Perspektive auf ein gutes Leben zu erwarten haben.

Dass diese rechte Rethorik greift, obwohl oft im wesentlichen Grundsatzpapiere der sächsischen CDU wiederholt werden, dass Erwerbslose und Prekarisierte in Massen die AfD wählen, obwohl diese klipp und klar ankündigt, diesen zugunsten der Eliten und Unternehmen in den Hintern zu treten, zeigt, dass in Selbstverständnis und Bildungsanspruch der Lohnabhängigen ebenfalls äußerst viel schief liegt.

Die großen Fragen lauten daher: Wie verorten wir uns eigentlich als radikal linke Lohnabhängige? Hört unsere Einstellung beim Eintritt in den Betrieb, in die Uni, ins Jobcenter auf? Inwieweit helfen wir unseren Kolleg_innen mit unseren Strukturen im Alltag, um ihnen eine Idee von inklusiver² Solidarität und praktische Anknüpfungspunkte für ein besseres Leben aufzuzeigen? Wie etablieren wir ein neues, kritisches Klassenbewusstsein, das den Anspruch beinhaltet sich zu bilden und sich nicht verarschen, für nationale Projekte oder die parlamentarische Märchenstunde einspannen zu lassen? Und welchen Organisationsformen bedarf es, um wieder ins Gespräch zu kommen und gleichzeitig die politische Wirkmächtigkeit zu erhöhen, v. a. wenn wir uns nicht wieder dem parlamentarischen Wahnsinn anbiedern wollen?

Die Region Ost der FAU gibt hier ein wenig Hoffnung, in Jena, Chemnitz, Erfurt, Halle, Rostock, Potsdam, Berlin, Leipzig und Dresden kämpfen wachsende FAU-Syndikate für mehr soziale Gerechtigkeit im Alltag und eine libertäre Gesellschaft.

Diese Fragen sind für uns als FAU Dresden aktuell zentral und auch Grundmotiv für unsere Aktionen am 28. April und dem ersten Mai. Wir denken nicht, dass Demos die Welt verändern, wir denken aber, dass Demonstrationen ihre Berechtigung als Platz für Meinungsaustausch, Diskussion und die Darstellung von Positionen haben. In diesem Sinne laden wir euch ein, mit uns auf die Straße zu gehen! Demonstrationen am 28. April und 1. Mai – Für einen libertären Frühling! weiterlesen

Aufruf: Beteiligt euch am transnationalen Sozialstreik am 1. März

Gegen Grenzen, Ausbeutung und Diktatur in Europa! 1st of march: Actionday for transnational social-strike (english version below)

Die Verfassheit Europas wurde auf verschiedenen Aktionstagen und Demonstrationen in den letzten Wochen immer wieder beschrieben. Es steht nicht gut. Gewerkschafter_innen und Aktivist_innen verschwinden immer wieder für Jahre in Knästen. An den Grenzen bzw. in den Parlamenten wird entschieden, welche unserer geflüchteten Kolleg_innen leben dürfen und zu welchen Bedingungen. Nicht zuletzt hoffen rechte Organisationen in ganz Europa auf den Vorabend eines neuen europäischen Faschismus. In dieser Situation stehen wir als radikale Linke weitestgehend ratlos da.

Doch nun tut sich was. Unter der Losung „24 Stunden ohne uns! Für einen transnationalen Sozialstreik!“ schließen sich seit letztem Herbst immer mehr Gruppen aus verschiedenen Strömungen einer radikalen Linken zusammen. Ziel ist es, eine wirtschaftliche Gegenmacht aufzubauen, indem wir europaweit politische Streiks initiieren, die die herrschenden Institutionen nicht mehr ignorieren können, weil es an ihre Profite geht. Mit diesen Streiks soll gleichsam eine Brücke zwischen verschiedenen Gruppen und Millieus von Ausgebeuteten und Prekarisierten gebaut werden, die bisher viel zu selten wirklich zusammen kämpfen. Aus diesem Grund haben wir uns zusammengeschlossen: vom sozialen Zentrum bis hin zum landesweiten Bündnis, von der autonomen Gruppe, über rätekommunistische Netzwerke bis hin zu anarchosyndikalistischen Gewerkschaften, von Spanien bis Schweden, von Frankreich bis Bosnien. Aufruf: Beteiligt euch am transnationalen Sozialstreik am 1. März weiterlesen

Spendenaufruf für ein libertäres Zentrum im Elbsandsteingebirge online, heut Abend Treffen der Schwarz-Roten Bergsteiger_innen

Bereits seit einer Weile verbreiten wir regional unseren Spenden- und Unterstützungsaufruf für ein libertäres Zentrum im Elbsandsteingebirge. Nun wollen wir diesen Aufruf auch im Internet und bundesweit vorstellen. In unserem Text argumentieren wir zum einen warum wir die Region um Pirna trotz der starken Präsenz rechten Gedankenguts als sehr geeignet für libertäre Zentren, Begegnungsstätten und Wohnprojekte halten. Zum anderen erklären wir wieso wir in einer solchen Struktur die Chance zur Stärkung für die libertäre Bewegung Dresdens, aber auch weit darüber hinaus, sehen. Trotz starker faschistischer Strukturen z.B. in Pirna, Königstein und Sebnitz hat die rechte Hegemonie im Landkreis in den letzten Jahren Risse bekommen. Daran sehen wir auch unsere nun mehr siebenjährige Tätigkeit in Zusammenarbeit mit anderen Vereinen wie dem AkuBiZ e.V. beteiligt. Mit der aktuellen Kampagne sind schon jetzt viele neue Mitstreiter_innen zu uns gestoßen, die sowohl die Schwarz-Roten Bergsteiger_innen als auch die FAU in Dresden stärken. Wir hoffen, dass sich dieser Trend fortsetzt und wir durch Spenden, insbesondere durch Daueraufträge, noch handlungsfähiger werden. Pro Jahr sehen wir 10% der Spenden für die Weiterführung der Kampagne vor. Allen Spender_innen bieten wir an einmal im Quartal einen Newsletter zu erhalten.

Den Aufruf findet ihr hier.

Wer uns kennenlernen will, kann das am Donnerstag den 25. Februar um 20 Uhr im Nachbarschaftscafe „Platz da“ in Dresden Löbtau.

Aktuelle Veranstaltungen 25. Februar – 12. März

Aufgrund der Kurzfristigkeit sei hier noch mal gesondert auf einige Veranstaltungen in den nächsten Tagen hingewiesen:

Donnerstag, 25. Februar

18 Uhr, Wums e.V. – Gemeinsam kochen fürs Platz da, gewerkschaftliche Beratung

20 Uhr, Nachbarschaftscafe „Platz da“ – Abendessen (vegan) und Beratung. Spenden fürs Essen gehen an die FAU

20 Uhr, Nachbarschaftscafe „Platz da“ – Treffen der AG „Schwarz-Rote Bergsteiger_innen“ Aktuelle Veranstaltungen 25. Februar – 12. März weiterlesen

Do: Film „Projekt A“ mit Filmemacher_innen, dazu Infostand und Diskussion

Etwas kurzfristig möchten wir euch für Donnerstag den 11. Februar um 20 Uhr ins KIF einladen. Dort feiert die Dokumentation „Projekt A – Eine Reise zu den anarchistischen Projekten Europas“ in Dresden Premiere. Nach dem Film wird es eine Diskussion mit einigen Macher_innen der Dokumentation geben. Anschließend gibt es einen kurzen Input über die Entwicklung anarchistischer Strukturen in Dresden innerhalb der letzten 10 Jahre von uns. Im Schwarzen Salon können wir dann bis Mitternacht inhaltlich diskutieren. Daneben begleiten wir die Veranstaltung mit einem Infostand. Kartenreservierung ist angeraten. Wir freuen uns auf euch!

Filmbeschreibung:
Deutschland 2015; R: Marcel Seehuber & Moritz Springer | Publikumspreis 2015 – Filmfest München Do: Film „Projekt A“ mit Filmemacher_innen, dazu Infostand und Diskussion weiterlesen

Mehr als nur Gewerkschaft