#Bezahlt_Vladimir: Demonstration in Berlin vor City Aktiv GmbH, der Kampf geht weiter

Am Sonntag den 29. November demonstrierten ca. 40 Gewerkschafter_innen der FAU aus Berlin und Dresden vor den Geschäftsräumen der City Aktiv GmbH und durch Berlin Bohnsdorf. Sie forderten von der Firma die ausstehenden Löhne ihres Mitglieds Vladimir K (55) aus Bulgarien. Die City Aktiv GmbH verweigert weiterhin jedes Gespräch. Die FAU plant weitere Aktionen. #Bezahlt_Vladimir: Demonstration in Berlin vor City Aktiv GmbH, der Kampf geht weiter weiterlesen

#Bezahlt_Vladimir: Lohn eintreiben bei Kaffee und Kuchen | Am 29.11. gemeinsam zur City Aktiv GmbH!

Kundgebung | 29. November 2015 | 14 Uhr | Bhf Berlin Grünau

Die City Aktiv GmbH weigert sich beständig unseren Kollegen Vladimir zu bezahlen, obwohl sie unter unzumutbaren Bedingungen mit ihm und seinen Kollegen Profit gemacht hat (siehe hier)! Nun wollen wir bei dem Unternehmen vorbei gehen, die Nachbar_innen und die Presse informieren, mit allen Unterstützer_innen Kaffee und Kuchen essen und danach hoffentlich den Lohn mit nach Hause nehmen. In jedem Fall soll die City Aktiv GmbH, ihr Chef Yordan Genchev und alle übrigen Lohnpreller_innen endlich begreifen: „Wir hören nicht auf bevor das Geld nicht da ist!“

Bringt gerne Trillerpfeiffen, Schilder, Transparente und natürlich Kaffee und Kuchen mit. Wer aus Dresden oder anderen Städten mit anreisen will, ist eingeladen uns zwecks gemeinsamer Anreise anzuschreiben.

Für alle die nicht kommen können, bitte unterstützt den Konflikt weiterhin mit Protestanrufen, Fax oder durch Unterschriften auf https://www.change.org/p/hilf-unserem-kollegen-zu-seinem-lohn-bezahlt-vladimir

Protest weiterhin unter Handy: 0176 47043729 | Tel. 030 28869016 | Fax: 030 51645203 | Email: city.aktiv@gmail.com

#Bezahlt_Vladimir! – Konflikt mit City Aktiv GmbH geht weiter!

Chef_innen die von Betrug an ihren Arbeiter_innen leben, wollen in der Regel auch damit durchkommen. Ein verlorener Fall könnte ihr gesamtes Geschäftsmodell ins Wanken bringen – unser erklärtes Ziel. Aus diesem Umstand erklärt sich auch die Hartnäckigkeit mit der manches Unternehmen gegen gewerkschaftliche Forderungen ankämpft.

Aktuell befinden wir uns immernoch in einem Konflikt mit der City Aktiv GmbH um ausstehende Löhne für unseren Kollegen Vladimir im Rahmen unserer #Zahlt_endlich-Kampagne einzutreiben. Wir brauchen jetzt einen langen Atem und eure Unterstützung.  Unterschreibt die Petition, bindet das Webbanner auf euren Seiten ein, um die Petition zu bewerben. Im Anhang findet ihr außerdem Druckvorlagen und einen QR-Code um mehr Unterstützer_innen für unseren Konflikt zu werben. Vielen Dank für eure Solidarität!

Kampagne und Kampf gegen Lohnbetrug am Bau – Gewerkschaft FAU Dresden fordert: Zahlt endlich!

Mit einer Kundgebung in der Innenstadt begann Samstag die gewerkschaftliche Kampagne gegen Lohnbetrug und andere Missstände auf örtlichen Baustellen. Gleichzeitig sieht sich die lokale Gewerkschaft in einem ersten Konflikt mit der City Aktiv GmbH aus Berlin, die einem Mitglied seit über einem Jahr Lohn schuldet. Mit verschiedenen Aktionen soll der Schuldnerfirma nun in den kommenden Wochen zu Leibe gerückt werden, während die nächsten Kämpfe mit anderen Unternehmen schon in Vorbereitung sind.

Am Samstag trat die FAU mit mehreren Redebeiträgen und einen Flugblatt auf deutsch und englisch an die Öffentlichkeit um den systematischen Betrug und die miesen Arbeitsbedingungen im Baugewerbe zu thematisieren. Die Gewerkschaft kritisiert, dass immer mehr Firmen und Investor_innen mit einer Einbehaltung großer Lohnteile kalkulieren. Daneben wird die Arbeit oft noch verbilligt, indem Montagearbeiter_innen für das Schlafen auf überfüllten und dreckigen Baustellen und Containern Miete bezahlen sollen. Betroffen sind vor allem Kolleg_innen ohne deutsche Staatsbürgerschaft. Das Kalkül der Unternehmer_innen ist dabei klar: Es wird gehofft, dass Sprachbarrieren und begrenzte finanzielle Möglichkeiten dazu führen, dass vom Rechtsweg kein Gebrauch gemacht wird. Oft werden Bauarbeiter_innen, die sich wehren, zudem von den Chefs mit Gewalt bedroht. Diese Praxis übt nicht zuletzt auch enormen wirtschaftlichen Druck auf Firmen aus, die ordentliche Arbeitsverhältnisse bieten wollen.

Die Strategie der FAU ist es, jeden Fall ihrer Mitglieder öffentlich zu machen und zu gewinnen. Chef_innen, die solche Praktiken anwenden, sollen spüren, dass immer ein Risiko besteht mit einer gewerkschaftlichen Kampagne oder einem Arbeitskampf konfrontiert zu werden, der schnell teurer werden kann als die eingesparten Löhne. Gleichzeitig wollen wir uns auch unter den betroffenen Kolleg_innen bekannter machen und so eine starke Vernetzung über Ländergrenzen hinweg, die gemeinsam, entschlossen und solidarisch für eine Verbesserung der Arbeitsverhältnisse einsteht.

Ein erster Konflikt wurde nun mit der Aktiv City GmbH aus Berlin eröffnet. Unser Kollege Vladimir K. hatte 2014 zusammen mit bis zu 35 anderen Kolleg_innen aus Griechenland und Bulgarien für diese Firma, deren Chef Yordan Genchev aus Berlin ist, mehrere Monate auf einer Dresdner Baustelle gearbeitet. Die Arbeitsverhältnisse entpuppten sich schnell als deutlich schlechter als vereinbart. Nach Aussagen der Kolleg_innen war das Unfallrisiko durch Hektik und Einsparungen am Arbeitsschutz extrem hoch. Der Lohn wurde teilweise, in immer geringeren Abschlagszahlungen ausgezahlt und geschlafen wurde in unzureichenden Räumen auf der Baustelle. Als sich die Kolleg_innen über die ausbleibenden Löhne beschwerten, wurden sie zunächst aufgefordert in Suppenküchen zu essen, später wurde ein Kollege zusammengeschlagen, nach seiner Aussage durch die Leute des Chefs, weil er sich organisieren wollte.

Nach einer spontanen Arbeitsniederlegung, einer Öffentlichmachung der Zustände durch die Griechische Gemeinde, den Ausländerbeirat und Aktivist_innen der IG Bau wurde auch die FAU auf den Fall aufmerksam. Wir unterstützten einige Kolleg_innen und verhandelten mit dem Chef und konnten so noch einen Teil der Löhne rausholen. Die meisten Betroffenen wollten danach jedoch lieber weiter ziehen als kämpfen, nur unser Kollege Vladimir blieb. Seitdem gehen wir mit Unterstützer_innen zusammen juristisch gegen die City Aktiv GmbH vor.

Nach über einem Jahr und weiteren Kolleg_innen, die sich uns anschlossen und ganz ähnliche Probleme haben, entschlossen wir uns nun jedoch mit härteren Bandagen zu kämpfen und nicht auf die langwierigen Gerichtsprozesse zu warten. Auf verschiedensten Kanälen machen wir nun die Machenschaften der City Aktiv GmbH öffentlich. Wir haben eine Online-Petition eröffnet, in der Unterstützer_innen das Geld für unser Mitglied Vladimir fordern können. Ab dem 27. Oktober rufen wir zudem zu Protestmails und -anrufen bei der City Aktiv GmbH auf. Der Firma liegen unsere Forderungen und das Gesprächsangebot vor. Sollte unsere Öffentlichkeitskampagne nicht die erwünschte Wirkung zeigen, behalten wir uns weitere Aktionen vor.

Der nächste Konflikt ist bereits in Planung. Es bleibt daher spannend, auch wenn Vladimir sein Geld hat. Auch die Kampagne „Zahlt endlich!“ soll weiter ausgebaut und mit Infomaterialien und Veranstaltungen verstärkt werden. Unterstützen könnt ihr uns durch Spenden oder durch aktive Mitgliedschaft in unserer Gewerkschaft.

Online-Petition

Protest gegen die City Aktiv GmbH an:

Schulzendorferstr. 23A | 12526 Berlin | Handy: 0176 47043729 | Tel. 030 28869016 | Fax: 030 51645203 | Email: city.aktiv@gmail.com

Spendenkonto:

Allgemeines Syndikat Dresden | IBAN: DE11 8306 5408 0004 8128 91 | BIC (SWIFT-Code): GENODEF1SLR | Kreditinstitut: VR-Bank Altenburger Land EG | Verwendungszweck: Zahlt endlich-Kampagne

Flyer zum Download

Kundgebung „Zahlt endlich!“ zu Ausbeutung migrantischer Bau-Arbeiter_innen

Kundgebung | Albertplatz | Dresden Neustadt | 24. Oktober | 16 Uhr | Für antinationale Solidarität unter allen Lohnabhängigen

Bei dem Bau der im letzten Jahr eröffneten „Mall of Berlin“ wurden über hundert rumänische Bauarbeiter_innen um den versprochenen – ohnehin niedrigen – Lohn von 6€ betrogen. Einige der Arbeiter_innen wehren sich mit Unterstützung der FAU Berlin bis heute gegen den Lohnbetrug, erwirkten bisher einige Nachzahlungen und erlangten dabei bundesweite Aufmerksamkeit.

Hierbei lässt sich kaum erahnen, welchen systemischen Charakter die Ausbeutung migrantischer Arbeitskräfte in Deutschland hat. Doch nicht nur in Berlin gibt es systematischen Betrug gegenüber migrierten Kolleg_innen und Montagearbeiter_innen:

Aktuell kämpft die FAU Dresden in zwei Fällen im Baugewerbe um vorenthaltene Löhne ihrer Gewerkschaftsmitglieder. Um diese Kämpfe bekannt zu machen und ihnen zum Erfolg zu verhelfen, wollen wir das Thema, seine unterschiedlichen Facetten und die Unverschämtheit der Chef_innen und Unternehmer_innen mit einer Kundgebung in die Öffentlichkeit bringen. Gleichzeitig werden wir hier auch die ersten konkreten Infos über die aktuellen Konflikte bekannt geben und erklären, wie ihr unsere Kolleg_innen unterstützen könnt.

Vorenthaltene Löhne sind dabei nur die Spitze des Eisbergs. Gelockt mit verdächtig hohen Löhnen oder anderen Versprechungen, schuften überall in Deutschland migrantische Bauarbeiter_innen unter Arbeitsbedingungen jenseits aller rechtlichen Mindeststandards. Sie müssen in dreckigen Containern übernachten oder sind vorübergehend obdachlos. Für ihre Nachfragen auf Lohnzahlungen werden die Arbeiter_innen hingehalten. Die Methoden der Chef_innen sind sind dabei sehr ähnlich. Diese arbeiten mit Drohungen und Einschüchterungen, Sanktionen, oder gar aufmarschierenden Schläger_innentrupps.

Der Wust aus Briefkastenfirmen und Subunternehmen in der Baubranche macht es für auf sich gestellte Arbeiter_innen unmöglich, die angeblich rechtsstaatlich zugestandenen Arbeitsbedingungen zu erstreiten, oder überhaupt seine_n eigentlichen Arbeitgeber_in ausfindig zu machen.

Mit unseren Kämpfen wollen wir ein klares Signal an alle Ausbeuter_innen senden, ebenso an die Kolleg_innen, die sich noch nicht trauen, sich zu wehren oder nicht wissen, wo sie Hilfe finden können. Gleichzeitig wollen wir diejenigen Kolleg_innen wachrütteln, die den geistigen Brandstifter_innen bei Pegida, AfD und NPD auf den Leim gehen: Unser Problem sind nicht Kolleg_innen aus dem Ausland oder gar deren Religion. Unser Problem sind Unternehmer_innen Investor_innen und ein Wirtschaftsystem welches, die Misstände wie fehlenden Arbeitsschutz, Termindruck, und vor allem Lohndumping fordern und fördern.
Die Lösung kann nur sein, gemeinsam für ordentliche Arbeitsbedingungen und Standardlöhne zu kämpfen – ob in Bulgarien, Deutschland oder der Schweiz!

Show solidarity, get organized!

Vortragsreihe in Pirna startet diese Woche

Diese Woche startet unsere Vortragsreihe am Mittwoch den 14. Oktober um 18 Uhr in der Kulturkiste Pirna. Los gehts mit dem Vortrag „Anarchosyndikalismus – Warum es möglich und nötig ist die Verhältnisse grundlegend zu ändern“. Danach werden bis weit in den November hinein jeden Mittwoch Veranstaltungen von uns stattfinden. Das aktuelle Programm entnehmt ihr bitte der Website der Kulturkiste und als bald auch unseren Terminen hier auf der Website.

FAU protestiert gegen Aussperrung des AKuBiZ e.V. durch den Hohnsteiner Stadtrat mit offenem Brief

Bei einem antirassistischen Fußballtunier des AKuBiZ e.V.  im Hohnsteiner Stadtteil Ulbersdorf im Juli diesen Jahres kam es vor, nach und während des Tuniers zu rechten Drohungen, Provokationen und einem Anschlag. Nun reagiert der Hohnsteiner Stadtrat mit der Aussperrung des Vereins auf mindestens drei Jahre mit der Begründung ein Team habe antinationale Trikots getragen. Hier ein offener Brief an die Bewohner_innen Hohnsteins und den Stadtrat:

PM: Gewerkschaft hält Hohnsteiner Stadtratsentscheidung für Skandal

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir, die Gewerkschaftsföderation FAU Dresden, fühlen uns in der Pflicht uns gegenüber der Entscheidung des Hohnsteiner Stadtrats den AkuBiZ e.V. betreffend zu positionieren. Als sozial-politische Organisation die auch in der Sächsichen Schweiz verankert ist, wollen wir eine solche Verkehrung der politischen Probleme wie in Hohnstein nicht unwidersprochen lassen. Wir möchten im folgenden unsere Position argumentativ darlegen und den Hohnsteiner Stadtrat auffordern die Entscheidung zu überdenken und zurück zu nehmen. Die Einwohner_innen der Stadt und Hohnstein und des Landkreisen möchten wir ermuntern gegen solche politische Fehlentscheidungen Gesicht zu zeigen und zu protestieren. FAU protestiert gegen Aussperrung des AKuBiZ e.V. durch den Hohnsteiner Stadtrat mit offenem Brief weiterlesen

Großer Artikel zu Schwarz-Roten Bergsteiger_innen in Zeitschrift Gai Dao

Im Mai veranstaltete unsere AG „Schwarz-Rote Bergsteiger_innen“ (SRB) zum ersten mal ein großes Wanderseminar. Einen ausführlichen Bericht und eine Vorstellung unserer neuen Spendenkampagne für libertäre Tagungszentren im Elbsandsteingebirge findet ihr in der September-Ausgabe der Zeitschrift Gai Dao.

Mehr als nur Gewerkschaft