Schlagwort-Archive: Dresden

#MakeAmazonPay: Streikunterstützung Leipzig am Freitag, Update Zugtreffpunkte

Am Freitag den 24. November wollen wir mit möglichst vielen Kolleg_innen nach Leipzig fahren um dort die streikenden Beschäftigten bei amazon zu unterstützen. Einen Aufruf findet ihr hier.

Bzgl. des Treffpunktes in Dresden hat es einer Änderung gegeben; Wir treffen uns um 7 Uhr am Bhf Neustadt, Schlesischer Platz.

Dazu kommt der Zugtreffpunkt für Chemnitz, organisiert von der lokalen FAU-Initiative: 7:15 Uhr Gleis 5, Chemnitz Hbf.

Wir freuen uns auf euch!

 

Beitrag im FAU-Magazin DA: Drei Jahre Pegida, drei Jahre Belagerungszustand

Drei Jahre ist Pegida nun auf Dresdner Straßen unterwegs und prägt die Politik auf Bundesebene und umso stärker in Sachsen. Trotz widriger Umstände wuchsen die syndikalistischen Gewerkschaften und Initiativen der FAU. Dabei entwickelten wir eigene Blickwinkel und eine eigene Art, um Politik in einem Bundesland zu machen, das in der Hand von Faschist*innen ist. Erna Rauch mit einer subjektiven Hintergrundreportage Teil I und Teil II.

Redebeitrag „Militant oder Macker außer Rand und Band?“

Wir wurden gebeten unseren Redebeitrag vom 03. 04. (NOPE-Demo) online zu stellen. Dieser Bitte kommen wir natürlich gerne nach und hoffen, dass sich eine konstruktive Diskussion entfaltet.

Militant oder Macker außer Rand und Band?

Am 27.03. zog eine Spontandemonstration im Anschluss an die NOPE-Demo durch die Dresdner Neustadt, die von einigen Teilnehmenden der FAU als politisch unhaltbar empfunden wurde. Wir sind beschämt über diese kopflose Aktion, die Menschen verletzt und viel politisches Porzellan völlig grundlos zerschmissen hat. Vor Ort selbst waren wir vor Wut und Ekel den Tränen nah und hoffen auf das Verständnis und die Reflektion unserer Genoss_innen. Redebeitrag „Militant oder Macker außer Rand und Band?“ weiterlesen

Unterstützung von gefeuertem Kollegen bei Ford in Spanien

Aktuell kämpft unsere Schwesterngewerkschaft CNT in Spanien um die Wiedereinstellung einer ihrer Kollegen, der bei einem Zulieferer der Firma Ford in Valencia als Gewerkschaftssprecher fungierte. Aufgrund seines Engagements wurde er gefeuert. Ford Valencia wurde wiederholt aufgefordert zum Fall Stellung zu beziehen und sich für die Wiedereinstellung des Kollegen einzusetzen – ohne Reaktion. Aktuell findet, nach landesweiten Protesten in Spanien, nun auch eine erste internationale Aktionswoche statt. An diesen beteiligen sich auch FAU-Syndikate aus Berlin, Dresden, Stuttgart, Hamburg und Hannover. Wir waren heut mit 6 Mitgliedern an der Sachsengarage in Dresden-Plauen, informierten zunächst die örtlichen Kolleg_innen und anschließend Kunden über den Fall. Erfreulicherweise zeigten alle Verständnis. Auch aus vorbeifahrenden Autos erhielten wir positiven Zuspruch von Pendler_innen. Sollte diese erste, sehr kleine internationale Aktionswelle keine Wirkung zeigen, sind wir auch in Dresden gerne bereit für den betroffenen Kollegen größeren Protest zu organisieren.

Ein Angriff auf einen von uns ist ein Angriff auf alle!

Vortrag zu Selbstständigkeit im Gastrogewerbe am 6. März

Unternehmer_innen wider Willen
Donnerstag | 06.03.2017 | 18:00 Uhr | Kosmotique, Martin-Luther-Straße 13 | Diskussion mit der FAU-Sektion Basisgewerkschaft Nahrung und Gastronomie

Zur (Schein-) und Zwangsselbständigkeit in der Gastro Vortrag zu Selbstständigkeit im Gastrogewerbe am 6. März weiterlesen

Kampagne und Kampf gegen Lohnbetrug am Bau – Gewerkschaft FAU Dresden fordert: Zahlt endlich!

Mit einer Kundgebung in der Innenstadt begann Samstag die gewerkschaftliche Kampagne gegen Lohnbetrug und andere Missstände auf örtlichen Baustellen. Gleichzeitig sieht sich die lokale Gewerkschaft in einem ersten Konflikt mit der City Aktiv GmbH aus Berlin, die einem Mitglied seit über einem Jahr Lohn schuldet. Mit verschiedenen Aktionen soll der Schuldnerfirma nun in den kommenden Wochen zu Leibe gerückt werden, während die nächsten Kämpfe mit anderen Unternehmen schon in Vorbereitung sind.

Am Samstag trat die FAU mit mehreren Redebeiträgen und einen Flugblatt auf deutsch und englisch an die Öffentlichkeit um den systematischen Betrug und die miesen Arbeitsbedingungen im Baugewerbe zu thematisieren. Die Gewerkschaft kritisiert, dass immer mehr Firmen und Investor_innen mit einer Einbehaltung großer Lohnteile kalkulieren. Daneben wird die Arbeit oft noch verbilligt, indem Montagearbeiter_innen für das Schlafen auf überfüllten und dreckigen Baustellen und Containern Miete bezahlen sollen. Betroffen sind vor allem Kolleg_innen ohne deutsche Staatsbürgerschaft. Das Kalkül der Unternehmer_innen ist dabei klar: Es wird gehofft, dass Sprachbarrieren und begrenzte finanzielle Möglichkeiten dazu führen, dass vom Rechtsweg kein Gebrauch gemacht wird. Oft werden Bauarbeiter_innen, die sich wehren, zudem von den Chefs mit Gewalt bedroht. Diese Praxis übt nicht zuletzt auch enormen wirtschaftlichen Druck auf Firmen aus, die ordentliche Arbeitsverhältnisse bieten wollen.

Die Strategie der FAU ist es, jeden Fall ihrer Mitglieder öffentlich zu machen und zu gewinnen. Chef_innen, die solche Praktiken anwenden, sollen spüren, dass immer ein Risiko besteht mit einer gewerkschaftlichen Kampagne oder einem Arbeitskampf konfrontiert zu werden, der schnell teurer werden kann als die eingesparten Löhne. Gleichzeitig wollen wir uns auch unter den betroffenen Kolleg_innen bekannter machen und so eine starke Vernetzung über Ländergrenzen hinweg, die gemeinsam, entschlossen und solidarisch für eine Verbesserung der Arbeitsverhältnisse einsteht.

Ein erster Konflikt wurde nun mit der Aktiv City GmbH aus Berlin eröffnet. Unser Kollege Vladimir K. hatte 2014 zusammen mit bis zu 35 anderen Kolleg_innen aus Griechenland und Bulgarien für diese Firma, deren Chef Yordan Genchev aus Berlin ist, mehrere Monate auf einer Dresdner Baustelle gearbeitet. Die Arbeitsverhältnisse entpuppten sich schnell als deutlich schlechter als vereinbart. Nach Aussagen der Kolleg_innen war das Unfallrisiko durch Hektik und Einsparungen am Arbeitsschutz extrem hoch. Der Lohn wurde teilweise, in immer geringeren Abschlagszahlungen ausgezahlt und geschlafen wurde in unzureichenden Räumen auf der Baustelle. Als sich die Kolleg_innen über die ausbleibenden Löhne beschwerten, wurden sie zunächst aufgefordert in Suppenküchen zu essen, später wurde ein Kollege zusammengeschlagen, nach seiner Aussage durch die Leute des Chefs, weil er sich organisieren wollte.

Nach einer spontanen Arbeitsniederlegung, einer Öffentlichmachung der Zustände durch die Griechische Gemeinde, den Ausländerbeirat und Aktivist_innen der IG Bau wurde auch die FAU auf den Fall aufmerksam. Wir unterstützten einige Kolleg_innen und verhandelten mit dem Chef und konnten so noch einen Teil der Löhne rausholen. Die meisten Betroffenen wollten danach jedoch lieber weiter ziehen als kämpfen, nur unser Kollege Vladimir blieb. Seitdem gehen wir mit Unterstützer_innen zusammen juristisch gegen die City Aktiv GmbH vor.

Nach über einem Jahr und weiteren Kolleg_innen, die sich uns anschlossen und ganz ähnliche Probleme haben, entschlossen wir uns nun jedoch mit härteren Bandagen zu kämpfen und nicht auf die langwierigen Gerichtsprozesse zu warten. Auf verschiedensten Kanälen machen wir nun die Machenschaften der City Aktiv GmbH öffentlich. Wir haben eine Online-Petition eröffnet, in der Unterstützer_innen das Geld für unser Mitglied Vladimir fordern können. Ab dem 27. Oktober rufen wir zudem zu Protestmails und -anrufen bei der City Aktiv GmbH auf. Der Firma liegen unsere Forderungen und das Gesprächsangebot vor. Sollte unsere Öffentlichkeitskampagne nicht die erwünschte Wirkung zeigen, behalten wir uns weitere Aktionen vor.

Der nächste Konflikt ist bereits in Planung. Es bleibt daher spannend, auch wenn Vladimir sein Geld hat. Auch die Kampagne „Zahlt endlich!“ soll weiter ausgebaut und mit Infomaterialien und Veranstaltungen verstärkt werden. Unterstützen könnt ihr uns durch Spenden oder durch aktive Mitgliedschaft in unserer Gewerkschaft.

Online-Petition

Protest gegen die City Aktiv GmbH an:

Schulzendorferstr. 23A | 12526 Berlin | Handy: 0176 47043729 | Tel. 030 28869016 | Fax: 030 51645203 | Email: city.aktiv@gmail.com

Spendenkonto:

Allgemeines Syndikat Dresden | IBAN: DE11 8306 5408 0004 8128 91 | BIC (SWIFT-Code): GENODEF1SLR | Kreditinstitut: VR-Bank Altenburger Land EG | Verwendungszweck: Zahlt endlich-Kampagne

Flyer zum Download

So war der libertäre 1. Mai in Dresden

| Tarifeinheitsgesetz | Kapitalismus und Geschlecht | Mindestlohn | Arbeitsrechte für Gefangene | Arbeitsbedingungen in der Dresdner Gastronomie | Arbeitsmigration | TTIP | Organisation im Pflegebereich | Recht auf Abtreibung | Anarchosyndikalistische Perspektiven Dresden | Gedenken an Erich Mühsam | Konzerte

Die Freie Arbeiter_innen Union (FAU) und die Basisgewerkschaft Nahrung und Gastronomie (BNG-FAU) sprechen von einer kleinen, aber erfolgreichen Demo durch die Dresdner Innenstadt. Abends lockten inhaltliche und kulturelle Veranstaltungen Viele ins AZ Conni. So war der libertäre 1. Mai in Dresden weiterlesen

Kampagne um den ersten Mai und neuer Lohnspiegel in Dresden

Demonstration und Rahmenprogramm: Mehr erreichen! Perspektiven entwickeln.

Die FAU in Dresden behandelt um den ersten Mai herum wieder eine Fülle von Themen. Neben einer Demonstration in Dresden und einer gemeinsamen Fahrt zur „Mall of Shame“-Demo der FAU Berlin werden in inhaltlichen Veranstaltungen die nächsten Schritte für eine breite, anarchosyndikalistische Bewegung in der Region diskutiert. Dabei spielt auch die Organisation von Beschäftigten der Gastro-Branche wieder eine zentrale Rolle. Wie gewohnt wird aber auch libertäre Kultur nicht zu kurz kommen. Kampagne um den ersten Mai und neuer Lohnspiegel in Dresden weiterlesen